Unterschriftensammlung

Hagenstettener sammeln Unterschriften

Oberdolling – Die Gemeinde Oberdolling nimmt seit 2015 an der „Land- und Dorfentwicklung“ teil, die in Projektform und unter Bürgerbeteiligung Möglichkeiten schafft infrastrukturelle, bauliche, ökologische und gestalterische Maßnahmen finanziell zu fördern. Den Ablauf des Verfahrens begleiten das Amt für ländliche Entwicklung und ein Planungsbüro. Zwei Konzepte für den im Osten der Gemeinde Oberdolling liegenden Ortsteil Hagenstetten stießen dabei auf Ablehnung. Herr Schneeberger und Herr Geist brachten das Anliegen der Bevölkerung in Form einer Unterschriftenliste gegen die Entwürfe zum Ausdruck. Diese überreichten Sie Herrn Bürgermeister Josef Lohr mit der Bitte um Weiterleitung an das Amt für ländliche Entwicklung. „Die Planungsentwürfe sind noch nicht in Stein gemeißelt und sollen nun geändert werden“, wie Herr Lohr berichtet. Konkret heißt es im Begleitschreiben: „Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind nicht notwendig und werden auf Grund des hohen Pflegeaufwands abgelehnt.“

Die Bewohner von Hagenstetten kritisieren zudem, dass die Ausführungen des Planungsbüros als realitätsfremd empfunden würden. Anstatt der aufwendigen Gestaltung brachten die Bürgerinnen und Bürger eigene Impulse ein. So soll ein Bushäuschen aus Glas am Dorfplatz errichtet werden, das barrierefrei auch von behinderten Menschen benutzt werden kann. „Die Gemeinde hat sich bewusst zurückgenommen und ich freue mich, dass die Hagenstettener Ihren Willen zum Ausdruck gebracht haben“ sagt Bürgermeister Lohr zu der Angelegenheit. Das Planungsbüro wird nun beauftragt einen neuen Entwurf mit der Bevölkerung von Hagenstetten abzustimmen, bevor dieser vor der nächsten Bürgerversammlung bezüglich der „Dorfentwicklung“ der Allgemeinheit vorgestellt werden wird.
BU: Herr Schneeberger (links) übergibt, begleitet von Herrn Geist, Bürgermeister Josef Lohr eine Unterschriftenliste. Die Hagenstettener sind mit den Entwürfen des Planungsbüros nicht einverstanden.
Foto: Silvia Zieglmeier