Austria-4+Roßschwemm

Ollas leiwand – AUSTRIA 4+ in der ausverkauften Roßschwemm

Die österreichischen Vollblut-Schauspieler Peter Reisser, Richard Putzinger und Stefan Leonhardsberger haben sich als „Austria 4+“ in der Region um Ingolstadt bereits einen Namen gemacht und in die Herzen des Publikums gesungen. Mit Stefan Pellmaier hat man sich einen hervorragenden Musiker dazugeholt, der neue Farben zum Austria 4+-Sound beisteuert. Dieser hat sich mit seiner Formation „Luz amoi“ auch bereits einen Namen gemacht (und war damit bereits ebenfalls in der Roßschwemm zu Gast). Nach zwei erfolgreich absolvierten Touren in den vergangenen fünf Jahren, haben sich Austria 4 + entschlossen aus bewährtem Alten und unentdecktem Neuen, ein weiteres Programm zusammenzustellen. Nach 2013 waren sie nun wieder mit neuem Repertoire im Oberdollinger Vereinszentrum zu Gast, den Rucksack prall gefüllt mit Liedern von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, STS, Ludwig Hirsch und Rainhard Fendrich.

 „Eingschenkt und aufgwärmt“ heißt das neue und damit dritte Programm: Das sind rund zwei Dutzend Lieder, „Gustostückerl“ des Austropop – zumeist Altbekanntes aber auch aktuelle Ohrwürmer wie „Ham kummst“ von Seiler und Speer oder Dauerbrenner wie „Brenna tuats guat“ von Hubert von Goisern. Spätestens hier war in der Roßschwemm kein Halten mehr. In gewohnter Manier fanden aber auch Klassiker der Songwriter- und Popgeschichte ihren Platz in der Set-List – übersetzt ins Deutsche, oder besser gesagt Österreichische. Zum Beispiel das einem verstorbenen Kollegen gewidmete „Tears in Heaven“ von Erich Clapton, dass unter dem Titel „Tränen da oben“ genauso anrührend klingt wie im Original. Oder auch Jim Croces „I Got A Name“ – den jüngeren wieder bekannt durch den Soundtrack von „Django Unchained“ – als „I hob an Nam“.

Dazu gibt’s viel Schmäh und Österreicher-Witze – und jede Menge gute Laune, sowohl auf der Bühne und im Publikum. Man merkt einfach: Die haben Spaß bei dem, was sie machen. Weil es Lieder sind, mit denen sie groß geworden sind, in einer Sprache, in der sie ganz bei sich, ganz authentisch sind. Das kommt an: Das Publikum klatscht und singt nicht nur rhythmus- und textsicher mit, die Band wird auch getragen von einer großen Sympathiewelle. Zum Schluss kommt sogar noch Stefan Leonhardsbergers Geigensolo. Nach über zweieinhalb Stunden gibt es begeisterten Applaus, Standing Ovations und mehrere Zugaben. Einfach da Wahnsinn! Baba, hoffentlich bis zum nächsten Mal.