Verbesserungsbeiträge 2018 Kläranlage wurde für rd. 1,1 Million Euro erweitert

Wie bereits im Infoblatt im Dezember 2017 informiert, wurden im Frühjahr/Sommer 2018 für die Kläranlage der VG Pförring folgende Investitionen getätigt:

1.)        Bau eines neuen Nachklärbeckens

2.)        Sanierung des Frischschlammpumpwerks

Durch die genannten Bau.- und Sanierungsmaßnahmen wird die Ausbaugröße der Kläranlage von 8.000 EW auf 9.800 EW und die Anlagenzuflussleistung von 50 l/s auf 85 l/s erhöht. Die Investitionsmaßnahmen waren notwendig, weil die Betriebserlaubnis für die VG-Kläranlage zum 31.12.2016 abgelaufen. Für die Neuerteilung der Erlaubnis auf 20 Jahre waren laut Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt bauliche Maßnahmen notwendig, um die Schmutzfrachtbelastung für den Kelsbach zu reduzieren (Gewässerschutz). Nachdem ein Planungsbüro zwei Variante zur Lösung des Problems berechnet hat, hat die Gemeinschaftsversammlung der VG Pförring sich dazu entschieden, ein 2. Nachklärbecken für die Kläranlage zu bauen. Bisher wurden 50 l/s Abwasser in die Kläranlage geleitet. Zur Entlastung des Kelsbaches sollen zukünftig 85 l/s in die Anlage geleitet werden, um zu verhindern, dass „Stauwasser“ in den Kelsbach überläuft. Die Baumaßnahmen wurden im Herbst 2017 begonnen und im Juli 2018 abgeschlossen. Von den Kosten trägt der Markt Pförring 54 %, die Gemeinden Mindelstetten 25 % und Oberdolling 21 %.

Kosten werden auf Grundstückseigentümer von bebauten und unbebauten Baugrundstücken umgelegt

Die Investitionssumme soll durch einen Verbesserungsbeitrag im Oktober/November 2018 von allen Grundstückseigentümern in den drei Gemeinde refinanziert werden. Hierzu werden wieder einmalig Beiträge je Grundstück per Bescheid eingehoben. Beitragspflichtig sind alle Grundstücke, die die Möglichkeit der Inanspruchnahme der öffentlichen Entwässerungseinrichtung haben. Das heißt, jedes Baugrundstück, ob bebaut oder unbebaut, bei dem die Kanalleitungen in der öffentlichen Straße davor liegt, wird zum Verbesserungsbeitrag herangezogen. Hierbei ist es unerheblich, ob in dem Grundstück tatsächlich ein Kanalanschluss liegt oder nicht. Maßgeblich ist, ob das Grundstück ein Baugrundstück ist und an einer Straße anliegt, in der die öffentliche Kanalleitung liegt. Näher Informationen zu den Beitragssätzen erhalten Sie im Infoblatt Oktober 2018.